Skulpturen-Achse Hoch Elten - Kleve e.V.
 
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Die Gesellschaft

Die Gesellschaft wurde am 6.3.1999 gegründet. Sie ist ein eingetragener Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit zur Förderung kultureller Zwecke und der Kunst. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 62 Euro. Jede natürliche oder juristische Person kann einen schriftlichen Aufnahmeantrag stellen. Die Gesellschaft gab sich eine Satzung, in der unter "Zweck" folgender Passus zu finden ist:

"Hauptaufgabe der Gesellschaft ist die Verwirklichung der seit 1989 dokumentierten Idee von Christoph Wilmsen-Wiegmann, eine Skulpturen-Achse zwischen den historisch bedeutsamen Landschaftsmarken St. Vitus auf Hoch Elten und dem von Johann Moritz von Nassau-Siegen angelegten Barockgarten mit Amphitheater am Springenberg zu schaffen und diese zu unterhalten. Auf dieser Achse (Verbindungslinie) sollen links- wie rechtsrheinisch je 6 Skulpturen in der Landschaft, Werke bedeutender Künstler, errichtet werden als ein Gesamtkunstwerk von europäischem Rang. Die Achse durchläuft auf kurzer Strecke die Niederlande."

Amtierender Vorstand:
    Vorsitzender: Christoph Wilmsen-Wiegmann
    1. stellv. Vorsitzender: Alexander Frantz

Künstlerischer Beirat: Jörg Happel, Dr.Walter Kriegel, Dr. José Boyens, Groesbeek; Christoph Paul Damsté, Arnheim; Dr. Bernd Ernsting, Köln; Franz Josef van der Grinten, Bedburg Hau; Prof. Heinz Mack, Mönchengladbach.

 

Zur Namensgebung

Als Prinz Johann Moritz von Nassau-Siegen in Kleve Gartenanlagen und Alleen schuf und Schneisen schlagen ließ, liefen diese stets auf einen Sichtpunkt zu. Diese konnten vorgegebene geologische Formationen sein wie Erhebungen in der Landschaft, menschliche Bauwerke wie Kirchen, Türme und Siedlungen wie aber auch im Prozeß der Gestaltung selbst aufgestellte Kunstwerke, wie es z.B. der Eiserne Mann – heute wieder – ist. Selbst innerhalb der Gärten gab es Sichtlinien. Die Ausrichtung des Gartens am Springenberg erfolgte auf den Elten Berg als Sichtmarke, präzise auf die dort damals als Ruine liegende Basilica St.Vitus. Unter den vielen Sichtlinien ragt diese Ausrichtung heraus, später wurde sie "Große Achse" genannt.

Zweifellos hat Prinz Moritz bewußt versucht, durch die von ihm geschaffenen Werke sich Nachruhm zu verschaffen. Ob er aber unter den vielen bis zum Horizont und darüber hinweg laufenden Sichtachsen nun der Großen Achse auch einen besonderen geistigen Inhalt zugemessen hat, ist eher unwahrscheinlich. Es sei denn, die Vorstellung und der Wunsch, die künstliche Natur des geordneten Gartens mit der wildwachsenden Natur (die aber damals 1650 auch die Rheinniederung schon nicht mehr war) zu verschmelzen, werde so gedeutet. Aus Respekt vor der Schöpfung der Großen Achse durch Prinz Moritz erhielt das 350 Jahre später initiierte Kunstprojekt der Skulpturen-Achse bewußt nicht die Ausrichtung von Kleve nach Hoch Elten, sondern im Sinne der geistigen Reflexion seines Werkes in unserer Zeit den Zusatz "Hoch Elten-Kleve". Korrekt wäre natürlich, wie in der Satzung der Gesellschaft auch angeführt, die Bezeichnung "Hoch Elten-Springenberg" gewesen. Unter dieser Namensgebung hätte man jedoch außerhalb der Region Unterer Niederrhein das Projekt nicht mehr auf Anhieb räumlich einordnen können.

Es gibt aber darüber hinaus einen weiteren Grund für diese Entscheidung. Ausstrahlungen, gleichsam Kraftlinien gingen schon 650 Jahre lang von St. Vitus aus, als der Garten am Springenberg geschaffen wurde. Das reichsunmittelbare Stift hatte, bis es zu Beginn des niederländischen Befreiungskrieges 1585 zerstört wurde, eine weit über die Region hinausstrahlende Bedeutung. Wilhelm Diedenhofen war sich dessen sicher bewußt, als er formulierte "wie ein großer Brennspiegel nahm der Halbkreis (die hölzerne Galerie im Amphitheater) die aus der Ferne eintreffende Große Achse auf". Der Achsenstrahl werde zurückgeworfen und kehre nach Hoch Elten zurück. Hoch Elten ist hier gleichzusetzen mit der damals noch gut sichtbaren Ruine von St.Vitus. Die Sichtachse also entspricht der maurizischen Schöpfung, die Kraftlinie der Großen Achse kommt ihr von St. Vitus entgegen und wird gleichsam verstärkt zurückgeworfen.

(Lit.: Wilhelm Diedenhofen im "Kalender für das Klever Land" von 1970 und 1978 und in "So weit der Erdkreis reicht", Katalog zur Ausstellung über Johann Moritz von Nassau-Siegen in Kleve 1979)

 

 

NR Skulpturen-Achse - Marienbaumerstraße 118 - 47546 Kalkar - Fon 0160 16 777 99 - info@wilmsen-wiegmann.de